📖 Forex: Vergleich von Raw- und Standard-Konten anhand realer Kosten
Im Forex-Handel bieten die meisten Broker zwei grundlegende Kontotypen an: Standard (die Kosten stecken in einem breiteren Spread) und Raw/ECN (enger Marktspread + explizite Kommission auf das Volumen). Einsteiger sind oft unsicher: Was ist am Ende günstiger? Die richtige Antwort liefert nur die Berechnung der vollständigen Handelskosten, also „all-in“: Spread in Geld plus Kommission, ohne Vermutungen und Werbeslogans.
Ziel dieses Materials ist es, eine klare, direkte Methode zum Vergleich von Raw- und Standard-Konten im Forex-Handel zu geben, die Grundbegriffe zu erklären, Formeln für die Umrechnung von Spread und Kommission in Geld zu zeigen, vier praktische Szenarien durchzugehen und eine Auswahl-Checkliste zusammenzustellen. Danach können Sie All-in-Kosten passend zu Ihrem Handelsstil berechnen und Konditionen sicherer wählen.
🧩 Grundbegriffe: Was wir berechnen und warum
Zuerst das Glossar. Begriffe, die zum ersten Mal auftauchen, erklären wir kurz, damit Sie danach frei mit Formeln und Beispielen arbeiten können. Alle Definitionen sind praktisch und an Berechnungen gebunden.
Spread: die Differenz zwischen Ask (Kauf) und Bid (Verkauf). Das ist ein sofortiger, „unsichtbarer“ Aufwand beim Einstieg in einen Trade: Der Kurs muss mindestens den Spread zurücklegen, damit die Position auf null kommt. Beispiel: EUR/USD 1,1000/1,1001 → Spread 1 Pip.
Kommission: eine feste Gebühr an den Broker für das Volumen; bei Raw/ECN wird sie „pro Lot“ angegeben und kann pro Seite (per side) oder für den kompletten Hin- und Rückweg (round-turn) berechnet werden. Beispiel: $3,5 per side → $7 round-turn für 1 Lot.
Pip: die kleinste übliche Preisbewegung (meist 0,0001, bei JPY-Paaren 0,01). Bei 1 Lot EUR/USD gilt als Richtwert: 1 Pip ≈ $10.
Lot: das Standardvolumen eines Trades von 100.000 Einheiten der Basiswährung. Mini-Lots (0,1) und Mikro-Lots (0,01) haben entsprechend kleinere Pip-Werte und Kommissionen.
Raw/ECN (STP/NDD): Modell mit engen „rohen“ Marktspreads und separater Volumenkommission. Für aktives Trading oft schneller und transparenter.
Standard (Markup): die Kommission wird nicht separat ausgewiesen; der Broker verdient an der Ausweitung des Spreads. Bequemer für den Einstieg und seltene Trades.
All-in-Kosten: vollständige Handelskosten = Geldwert des Spreads + Kommission (± Swaps, wenn Sie die Position halten).
🧮 „All-in“ in einer Formel: Pips und Kommission in Geld umrechnen
Die Logik ist einfach: zuerst berechnen wir, wie viel der Spread in der Einzahlungswährung kostet, danach addieren wir die Kommission für den kompletten Trade. Für einen fairen Vergleich von Raw und Standard rechnen wir beide Bestandteile in dollars-per-lot um.
Formel für die vollständigen Handelskosten
All-in ($) = Spread (in Pips) × Pip-Wert ($) × Volumen (Lots) + Kommission ($, round-turn)
So schätzen Sie den Pip-Wert
Bei Paaren mit USD als Kurswährung (EUR/USD, GBP/USD usw.) entspricht bei 1,00 Lot 1 Pip ungefähr $10; bei 0,10 Lot ungefähr $1; bei 0,01 Lot ungefähr $0,10. Für andere Paare orientieren Sie sich an der Brokerspezifikation oder am Rechner im Terminal.
Umrechnung der Kommission in Pips (für den Vergleich mit Standard)
Kommissionsäquivalent, Pips = Kommission ($, round-turn) ÷ Pip-Wert ($) ÷ Volumen (Lots). Beispiel: $7 Kommission für 1 Lot bei $10/Pip → ~0,7 Pips „obendrauf“. Wenn der Marktspread 0,3 Pips beträgt, liegt der „effektive“ Raw-Spread bei ~1,0 Pip.
Vergleichen Sie Konditionen zu denselben Zeiten, zu denen Sie handeln. Ein variabler Spread ist nachts breiter und tagsüber enger; eine faire Berechnung mittelt über Ihre realen Sitzungen und Instrumente.
📐 Gleichgewichtsschwelle (break-even): Wann Raw = Standard ist
Idee: Wir finden den „Gleichgewichtspunkt“, an dem die Kosten auf Standard und Raw übereinstimmen. So erkennen Sie schnell, welcher Kontotyp gerade mit Ihrem Volumen und zu Ihren Handelszeiten günstiger ist.
| Variable | Symbol | Bedeutung |
|---|---|---|
| Durchschnittlicher Standard-Spread, Pips | SS | Typischer Spread auf dem Standard-Konto zu Ihren Handelszeiten |
| Durchschnittlicher Raw-Spread, Pips | SR | Typischer Marktspread auf ECN zu Ihren Handelszeiten |
| Raw-Kommission für den kompletten Trade, $ | C | Round-turn pro Lot (auf Ihr Volumen skalieren) |
| Pip-Wert, $ | V | $ pro 1 Pip bei Ihrem Volumen (abhängig von Paar und Lot) |
Raw ist günstiger als Standard, wenn: SR + (C ÷ V) < SS.
Kommissionsäquivalent in Pips: CE = C ÷ V. Dann gilt: effektiver Raw-Spread = SR + CE.
Schwelle SS*, bei der beide Konten gleich sind: SS* = SR + CE. Ist Ihr tatsächlicher SS höher, nehmen Sie Raw; ist er niedriger, Standard.
Bei EUR/USD entspricht eine Kommission von $7 auf 1 Lot etwa 0,7 Pips. Addieren Sie diesen Wert zum durchschnittlichen Raw-Spread und vergleichen Sie mit Standard. Bei 0,1 Lot sind es ~0,07 Pips, bei 2 Lots ~1,4 Pips.
🧮 Pip-Wert für verschiedene Paare und Kontowährungen
Allgemeine Regel: Für ein Paar Base/Quote mit Lot L (normalerweise 100.000) und Pip-Schritt P (0.0001 oder 0.01) gilt: Pip-Wert in der Kurswährung = L × P. Wenn die Einzahlungswährung von der Kurswährung abweicht, konvertieren Sie zum aktuellen Kurs.
| Fall | Formel für 1 Lot | Kommentar |
|---|---|---|
| XXX/USD (Einzahlung in USD) | V ≈ $10 pro 1 Pip | Klassisch: EUR/USD, GBP/USD usw. |
| XXX/JPY (Einzahlung in USD) | V = (L × 0.01) ÷ USDJPY | Beispiel: bei USDJPY=145 → V≈1000/145 ≈ $6.9/Pip |
| Cross ohne USD (Einzahlung in USD) | V = (L × P) × (Quote→USD) | Zuerst erhalten wir den Pip in der Kurswährung, danach konvertieren wir in USD |
| Beliebiges Lot q | V(q) = V(1.0) × q | Für 0.1 Lot mit 0.1 multiplizieren; für 2 Lots mit 2 |
Die meisten Terminals zeigen den „Pip-Wert“ für Ihr Volumen direkt im Orderfenster. Gleichen Sie die Formel mit dem echten Plattformwert ab und verwenden Sie genau dieses V für Ihre All-in-Berechnungen.
🧪 So messen Sie Ihre realen Kosten (Methode)
Warum: Durchschnittliche Spreads und Kommissionen sind Theorie. Prüfen Sie, wie viel Sie „im echten Leben“ zu Ihren Zeiten und auf Ihren Instrumenten zahlen.
- Sammeln Sie Daten: Aktivieren Sie im Terminal einen Spread-Indikator und notieren Sie die Werte beim Öffnen und Schließen von Trades (oder exportieren Sie die Handelshistorie als CSV).
- Erfassen Sie: Zeit, Symbol, Volumen, Preis, Spread (in Pips), Kommission ($), Swap ($), Slippage (in Pips).
- Berechnen Sie für jeden Trade „all-in“ in $: (Spread_in_Pips × V × q) + Kommission + Swap.
- Sammeln Sie über eine Woche 30-50 Punkte genau zu Ihren Arbeitszeiten. Berechnen Sie Median und 75. Perzentil der All-in-Kosten; so bewerten Sie normale und „schlechte“ Bedingungen.
- Wiederholen Sie das Verfahren auf Standard und Raw beim selben Broker, danach vergleichen Sie Broker.
Felder: Datum/Uhrzeit | Paar | Volumen | Spread (Pips) | Kommission ($) | Swap ($) | Slippage (Pips) | V ($/Pip) | All-in ($).
⚙️ So funktionieren Standard- und Raw/ECN-Konten
Zwei Modelle, zwei Arten zu zahlen. Auf Standard zahlen Sie mehr über den Spread (ohne separate Kommission), auf Raw weniger über den Spread, dafür mit klarer Volumengebühr. Unten kurz und auf den Punkt.
Standard-Konto (Markup)
Die gesamte Gebühr steckt im Spread: einfach für Einstieg und seltene Trades, aber der Spread ist breiter als auf ECN.
- ✅ Bequem für Einsteiger: keine separate Kommission pro Trade.
- ✅ Planbare Kosten bei ruhigem Trading und kleinen Volumina.
- ❌ Breiterer Spread → höhere Gewinnschwelle, schwächer für Scalping.
- ❌ Bei Nachrichten und in „dünnen“ Zeiten weiten sich Spreads stärker aus.
Raw/ECN-Konto
Enge Marktspreads + explizite Volumenkommission. Optimal für häufige Einstiege und aktive Strategien.
- ✅ Enger Spread → präzisere Einstiege, kleineres „Loch“ beim Öffnen.
- ✅ Transparenter Tarif: All-in lässt sich leicht berechnen und Broker lassen sich vergleichen.
- ❌ Die Kommission fällt bei Mikro-Volumina und seltenen Trades ins Gewicht.
- ❌ Erfordert mehr Disziplin und Ausführungsqualität.
⚖️ Vor- und Nachteile: Vergleich nebeneinander
✅ Vorteile Standard
- Einfaches Kostenmodell: alles steckt im Spread.
- Angenehm für Einstieg und Lernen.
- Mikro-Volumina: Der Unterschied zu ECN ist in Dollar minimal.
❌ Nachteile Standard
- Breiterer Spread → schlechter für Scalping und Intraday.
- Ausweitungen bei Nachrichten treffen den Einstieg stärker.
- Nahe Ziele und „dünne“ Rücksetzer sind schwerer zu handeln.
✅ Vorteile Raw/ECN
- Minimale Spreads auf liquiden Paaren.
- Transparenz: Die Kommission ist sichtbar und lässt sich leicht in Pips umrechnen.
- Bei aktivem Markt oft bessere Ausführung.
❌ Nachteile Raw/ECN
- Kommission ist bei seltenen und Mikro-Trades spürbar.
- Manchmal höhere Anforderungen an Einzahlung oder Konditionen.
- Man muss sich angewöhnen, All-in zu rechnen, statt „0 Pips“ hinterherzulaufen.
📘 Rechenbeispiele für All-in: 4 typische Szenarien
Alle Zahlen dienen dem Lernen. Setzen Sie Ihre realen Spreads und Kommissionen aus der Brokerspezifikation ein, um genaue Werte für Ihren Handel zu erhalten.
Szenario 1: Ein Intraday-Trade mit 1 Lot
Vergleich einmaliger Kosten auf Standard- und Raw-Konto bei einem typischen Volumen von 1.00 Lot.
- Standard: ~1,2 Pips × $10 = $12.
- Raw: ~0,3 Pips × $10 = $3 + Kommission $7 = $10.
Szenario 2: Aktiver Monat: 100 Trades à 1 Lot
Wir simulieren einen aktiven Trader mit hundert Trades pro Monat in Standardgröße.
- Standard: ~1,5 Pips × $10 = $15/Trade → ~$1500 im Monat.
- Raw: ~0,5 Pips × $10 = $5 + Kommission $6 = $11/Trade → ~$1100 im Monat.
Szenario 3: Swing-Trading: ~12 Trades à 1 Lot
Seltene Trades mit 1.00 Lot, Positionen werden mehrere Tage gehalten.
- Standard: 12 × ~$15 = ~$180.
- Raw: 12 × ~$11 = ~$132.
Szenario 4: Einsteiger mit Mikro-Volumina: 0,10 Lot, 10 Trades
Kleine Trades eines beginnenden Traders, 0.10 Lot auf beliebten Paaren.
- Standard: 1,5 Pips × $1 = ~$1,50/Trade → ~$15 für 10 Trades.
- Raw: 0,5 Pips × $1 = $0,50 + Kommission $0,60 = ~$1,10/Trade → ~$11 für 10 Trades.
🧪 Zusätzliche Szenarien: Wann der Unterschied wesentlich wird
Szenario 5: Intraday mit 2 Lots, ein Trade
Wir prüfen, wie sichtbar die Ersparnis bei größerem Volumen (2.00 Lots) für einen Einstieg und Ausstieg wird.
- Standard: 1,2 Pips × $20 = $24.
- Raw: 0,2 Pips × $20 = $4 + Kommission $14 = $18.
Szenario 6: Mikro-Volumina 0,01 Lot, 50 Trades/Monat
Wir bewerten Kosten bei sehr kleinen Volumina: Mikro-Lot 0.01 und häufige Trades.
- Standard: 1,2 Pips × $0,1 × 50 ≈ $6.
- Raw: 0,2 Pips × $0,1 × 50 = $1 + Kommission $0,07 × 50 = $3,5 → insgesamt ~$4,5.
⚡ Was mit dem Spread bei Nachrichten passiert
Fakt: Bei wichtigen Datenveröffentlichungen weiten sich Spreads auf allen Konten aus. Der Unterschied zwischen Kontotypen schrumpft, und Slippage wird wichtiger.
| Situation | Raw/ECN | Standard | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Ruhiger Markt | ~0,1-0,5 Pips + Kommission | ~0,8-1,5 Pips ohne Kommission | Raw ist fast immer all-in günstiger |
| Nachrichtenveröffentlichung | kann auf 2-3+ Pips + Kommission steigen | kann auf 4-6+ Pips steigen | Der Raw-Vorteil bleibt, schmilzt aber; entscheidend ist die Ausführung |
| Dünne Liquidität nachts | Spread steigt moderat | Spread steigt stärker | Raw bleibt meist besser, aber der Abstand wird kleiner |
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein „Null-Spread“ auf ECN Sie vor Slippage schützt. Bei Impulsen entscheiden Risikomanagement und Stop-Puffer, nicht nur der Kontotyp.
📊 Übersichtstabelle: Wann welches Konto günstiger ist
| 🧠 Szenario | 💸 Standard (all-in) | 💸 Raw/ECN (all-in) | 📝 Kommentar |
|---|---|---|---|
| Ein Intraday-Trade mit 1 Lot | ~$12 | ~$10 | Raw etwas günstiger; bei engen Zielen spürbarer. |
| 100 Trades/Monat, 1 Lot | ~$1500 | ~$1100 | Ersparnis zugunsten von Raw ~25-30%+. |
| 12 Trades/Monat, 1 Lot | ~$180 | ~$132 | Raw ist günstiger, aber die absolute Differenz ist gering. |
| Mikro-Volumina: 0,10 Lot | ~$15/10 Trades | ~$11/10 Trades | Es gibt Ersparnis, aber nur Kleingeld; Standard ist für den Start bequemer. |
Kurz: Je aktiver und häufiger Sie handeln, desto logischer ist Raw/ECN. Je seltener und kleiner die Volumina, desto entspannter ist Standard.
So nutzen Sie die Tabelle: Setzen Sie Ihre durchschnittlichen Spreads und die Kommission aus der Brokerspezifikation ein, V nehmen Sie aus dem Orderfenster. Vergleichen Sie All-in je Zeile und wählen Sie den Kontotyp mit der kleineren Summe.
🧭 Algorithmus zur Kontowahl passend zu Ihrem Stil
- Bestimmen Sie Ihren Modus: Handelsfrequenz, durchschnittliches Volumen, Arbeitszeiten, Zielhebel und Ziele in Pips.
- Sammeln Sie realistische Spreads für Ihre Paare zu Ihren Zeiten, nicht die „minimalen“, sondern die typischen.
- Klären Sie die Raw/ECN-Kommission in $/Lot und ob sie per side oder round-turn angegeben ist.
- Berechnen Sie All-in für Ihre Szenarien: Spread in $ + Kommission. Vergleichen Sie mit Standard.
- Machen Sie 1-2 Wochen einen Demo-Test auf beiden Kontotypen und gleichen Sie die Berechnungen mit den echten Werten ab.
- Wählen Sie den Haupttreiber der Ersparnis: Wenn der Spread Ihr größter Schmerzpunkt ist, nehmen Sie Raw; wenn Einfachheit zählt, Standard.
Halten Sie beide Kontotypen. Für Scalping Raw/ECN, für seltene positionelle Einstiege oder Tests Standard. Der Wechsel je nach Aufgabe spart Geld und Nerven.
🧪 Checkliste zur Prüfung der Brokerkonditionen
Was Sie in der Spezifikation klären sollten
Vergleichen Sie Konten nur nach All-in, also der Summe aus Spread in Geld und Kommission. Ein Null-Spread ohne Berücksichtigung der Kommission kann teurer sein als ein sauberer Standard-Spread.
🏦 So lesen Sie Konditionen beliebter Forex-Broker
Die Methode ist für alle gleich. Unten finden Sie Hinweise, worauf Sie in den Bereichen „Trading Conditions“ achten und wie Sie den effective spread auf Raw schnell überschlagen (Spread + Kommissionsäquivalent in Pips).
Hinweis: Wir nennen bewusst keine konkreten Zahlen, denn sie hängen von Zeit, Liquidität und Brokerpolitik ab. Nehmen Sie Werte aus der aktuellen Spezifikation und setzen Sie sie in die Formeln aus dem Abschnitt „🧮“ ein.
🧠 Häufige Irrtümer und wie Sie sie vermeiden
Fehler von Einsteigern
- „0 Pips Spread“ = „0 Kosten“. Tatsächlich ergänzt die Kommission die „fehlenden“ Pips im Geldwert.
- Vergleich nach „Minimalspread“. Vergleichen müssen Sie den Durchschnitt zu Ihren Zeiten und die Kommission einbeziehen.
- Den Pip-Wert ignorieren. Je nach Paar und Volumen unterscheidet sich $/Pip; ohne diesen Wert ist der Vergleich falsch.
- Eine Wahl „fürs ganze Leben“. Halten Sie zwei Kontotypen und nutzen Sie den passenden je nach Aufgabe; das ist normal.
Kernpunkt: Das einzige faire Kriterium ist All-in in $ für Ihren typischen Einstieg/Ausstieg. Alles andere ist zweitrangig.
🧩 Plattform, Kommission und Ausführung: Details, die All-in beeinflussen
Warum ist es bei einem Broker „teurer“ als bei einem anderen, obwohl die Zahlen ähnlich wirken? Es liegt an Details der Ausführung und des Tarifs.
- Per side vs round-turn. Die Kommission kann „pro Seite“ (per side) oder für den vollständigen Hin- und Rückweg angegeben sein. Für einen fairen Vergleich rechnen Sie alles auf round-turn um.
- Plattformkommission. Auf cTrader und MT4/MT5 kann die Kommission pro Lot bei gleichen Spreads leicht abweichen. Prüfen Sie den Tarif genau in Ihrer Plattform.
- Orderausführung. ECN/NDD senkt die Wahrscheinlichkeit von Requotes, aber Slippage bleibt. Auf Standard sind bei scharfen Bewegungen Requotes möglich. Planen Sie einen Puffer im Risikomanagement ein.
- Liquidität zu Ihren Zeiten. Wenn Sie nachts handeln, mitteln Sie Spreads für die asiatische Sitzung und nicht für den Tag: Die finalen All-in-Werte können sich verdoppeln.
- Volumenrabatte. Bei einigen Brokern sinkt die Kommission stufenweise, wenn der Monatsumsatz wächst. Das verschiebt die Break-even-Schwelle zugunsten von Raw.