Spread vs. Kommission im Forex-Handel: Raw vs. Standard und All-in-Kosten

Vergleich von Raw- und Standard-Konten im Forex-Handel: All-in-Formel (Spread + Kommission + Swap), Beispiele für 0,01-2 Lots, Spread-Verhalten bei Nachrichten und Checkliste für Ihre Strategie.

Geschrieben vonCryptoRanks Research
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Aktualisiert

📖 Forex: Vergleich von Raw- und Standard-Konten anhand realer Kosten

Im Forex-Handel bieten die meisten Broker zwei grundlegende Kontotypen an: Standard (die Kosten stecken in einem breiteren Spread) und Raw/ECN (enger Marktspread + explizite Kommission auf das Volumen). Einsteiger sind oft unsicher: Was ist am Ende günstiger? Die richtige Antwort liefert nur die Berechnung der vollständigen Handelskosten, also „all-in“: Spread in Geld plus Kommission, ohne Vermutungen und Werbeslogans.

Ziel dieses Materials ist es, eine klare, direkte Methode zum Vergleich von Raw- und Standard-Konten im Forex-Handel zu geben, die Grundbegriffe zu erklären, Formeln für die Umrechnung von Spread und Kommission in Geld zu zeigen, vier praktische Szenarien durchzugehen und eine Auswahl-Checkliste zusammenzustellen. Danach können Sie All-in-Kosten passend zu Ihrem Handelsstil berechnen und Konditionen sicherer wählen.

🧩 Grundbegriffe: Was wir berechnen und warum

Zuerst das Glossar. Begriffe, die zum ersten Mal auftauchen, erklären wir kurz, damit Sie danach frei mit Formeln und Beispielen arbeiten können. Alle Definitionen sind praktisch und an Berechnungen gebunden.

Spread: die Differenz zwischen Ask (Kauf) und Bid (Verkauf). Das ist ein sofortiger, „unsichtbarer“ Aufwand beim Einstieg in einen Trade: Der Kurs muss mindestens den Spread zurücklegen, damit die Position auf null kommt. Beispiel: EUR/USD 1,1000/1,1001 → Spread 1 Pip.

Kommission: eine feste Gebühr an den Broker für das Volumen; bei Raw/ECN wird sie „pro Lot“ angegeben und kann pro Seite (per side) oder für den kompletten Hin- und Rückweg (round-turn) berechnet werden. Beispiel: $3,5 per side → $7 round-turn für 1 Lot.

Pip: die kleinste übliche Preisbewegung (meist 0,0001, bei JPY-Paaren 0,01). Bei 1 Lot EUR/USD gilt als Richtwert: 1 Pip ≈ $10.

Lot: das Standardvolumen eines Trades von 100.000 Einheiten der Basiswährung. Mini-Lots (0,1) und Mikro-Lots (0,01) haben entsprechend kleinere Pip-Werte und Kommissionen.

Raw/ECN (STP/NDD): Modell mit engen „rohen“ Marktspreads und separater Volumenkommission. Für aktives Trading oft schneller und transparenter.

Standard (Markup): die Kommission wird nicht separat ausgewiesen; der Broker verdient an der Ausweitung des Spreads. Bequemer für den Einstieg und seltene Trades.

All-in-Kosten: vollständige Handelskosten = Geldwert des Spreads + Kommission (± Swaps, wenn Sie die Position halten).

🧮 „All-in“ in einer Formel: Pips und Kommission in Geld umrechnen

Die Logik ist einfach: zuerst berechnen wir, wie viel der Spread in der Einzahlungswährung kostet, danach addieren wir die Kommission für den kompletten Trade. Für einen fairen Vergleich von Raw und Standard rechnen wir beide Bestandteile in dollars-per-lot um.

Formel für die vollständigen Handelskosten

All-in ($) = Spread (in Pips) × Pip-Wert ($) × Volumen (Lots) + Kommission ($, round-turn)

So schätzen Sie den Pip-Wert

Bei Paaren mit USD als Kurswährung (EUR/USD, GBP/USD usw.) entspricht bei 1,00 Lot 1 Pip ungefähr $10; bei 0,10 Lot ungefähr $1; bei 0,01 Lot ungefähr $0,10. Für andere Paare orientieren Sie sich an der Brokerspezifikation oder am Rechner im Terminal.

Umrechnung der Kommission in Pips (für den Vergleich mit Standard)

Kommissionsäquivalent, Pips = Kommission ($, round-turn) ÷ Pip-Wert ($) ÷ Volumen (Lots). Beispiel: $7 Kommission für 1 Lot bei $10/Pip → ~0,7 Pips „obendrauf“. Wenn der Marktspread 0,3 Pips beträgt, liegt der „effektive“ Raw-Spread bei ~1,0 Pip.

Vergleichen Sie Konditionen zu denselben Zeiten, zu denen Sie handeln. Ein variabler Spread ist nachts breiter und tagsüber enger; eine faire Berechnung mittelt über Ihre realen Sitzungen und Instrumente.

📐 Gleichgewichtsschwelle (break-even): Wann Raw = Standard ist

Idee: Wir finden den „Gleichgewichtspunkt“, an dem die Kosten auf Standard und Raw übereinstimmen. So erkennen Sie schnell, welcher Kontotyp gerade mit Ihrem Volumen und zu Ihren Handelszeiten günstiger ist.

Variable Symbol Bedeutung
Durchschnittlicher Standard-Spread, Pips SS Typischer Spread auf dem Standard-Konto zu Ihren Handelszeiten
Durchschnittlicher Raw-Spread, Pips SR Typischer Marktspread auf ECN zu Ihren Handelszeiten
Raw-Kommission für den kompletten Trade, $ C Round-turn pro Lot (auf Ihr Volumen skalieren)
Pip-Wert, $ V $ pro 1 Pip bei Ihrem Volumen (abhängig von Paar und Lot)
🧠Break-even-Formeln

Raw ist günstiger als Standard, wenn: SR + (C ÷ V) < SS.

Kommissionsäquivalent in Pips: CE = C ÷ V. Dann gilt: effektiver Raw-Spread = SR + CE.

Schwelle SS*, bei der beide Konten gleich sind: SS* = SR + CE. Ist Ihr tatsächlicher SS höher, nehmen Sie Raw; ist er niedriger, Standard.

Fazit: Wenn Sie CE einmal für Ihr Volumen berechnet haben (zum Beispiel $7 bei $10/Pip → 0,7 Pips für 1 Lot), können Sie jeden Raw-Spread grob mit Standard in Pips vergleichen.

Bei EUR/USD entspricht eine Kommission von $7 auf 1 Lot etwa 0,7 Pips. Addieren Sie diesen Wert zum durchschnittlichen Raw-Spread und vergleichen Sie mit Standard. Bei 0,1 Lot sind es ~0,07 Pips, bei 2 Lots ~1,4 Pips.

🧮 Pip-Wert für verschiedene Paare und Kontowährungen

Allgemeine Regel: Für ein Paar Base/Quote mit Lot L (normalerweise 100.000) und Pip-Schritt P (0.0001 oder 0.01) gilt: Pip-Wert in der Kurswährung = L × P. Wenn die Einzahlungswährung von der Kurswährung abweicht, konvertieren Sie zum aktuellen Kurs.

Fall Formel für 1 Lot Kommentar
XXX/USD (Einzahlung in USD) V ≈ $10 pro 1 Pip Klassisch: EUR/USD, GBP/USD usw.
XXX/JPY (Einzahlung in USD) V = (L × 0.01) ÷ USDJPY Beispiel: bei USDJPY=145 → V≈1000/145 ≈ $6.9/Pip
Cross ohne USD (Einzahlung in USD) V = (L × P) × (Quote→USD) Zuerst erhalten wir den Pip in der Kurswährung, danach konvertieren wir in USD
Beliebiges Lot q V(q) = V(1.0) × q Für 0.1 Lot mit 0.1 multiplizieren; für 2 Lots mit 2

Die meisten Terminals zeigen den „Pip-Wert“ für Ihr Volumen direkt im Orderfenster. Gleichen Sie die Formel mit dem echten Plattformwert ab und verwenden Sie genau dieses V für Ihre All-in-Berechnungen.

🧪 So messen Sie Ihre realen Kosten (Methode)

Warum: Durchschnittliche Spreads und Kommissionen sind Theorie. Prüfen Sie, wie viel Sie „im echten Leben“ zu Ihren Zeiten und auf Ihren Instrumenten zahlen.

  1. Sammeln Sie Daten: Aktivieren Sie im Terminal einen Spread-Indikator und notieren Sie die Werte beim Öffnen und Schließen von Trades (oder exportieren Sie die Handelshistorie als CSV).
  2. Erfassen Sie: Zeit, Symbol, Volumen, Preis, Spread (in Pips), Kommission ($), Swap ($), Slippage (in Pips).
  3. Berechnen Sie für jeden Trade „all-in“ in $: (Spread_in_Pips × V × q) + Kommission + Swap.
  4. Sammeln Sie über eine Woche 30-50 Punkte genau zu Ihren Arbeitszeiten. Berechnen Sie Median und 75. Perzentil der All-in-Kosten; so bewerten Sie normale und „schlechte“ Bedingungen.
  5. Wiederholen Sie das Verfahren auf Standard und Raw beim selben Broker, danach vergleichen Sie Broker.
Mini-Vorlage für die Tabelle

Felder: Datum/Uhrzeit | Paar | Volumen | Spread (Pips) | Kommission ($) | Swap ($) | Slippage (Pips) | V ($/Pip) | All-in ($).

Fazit: Wenn der mediane All-in-Wert auf Raw zu Ihren Zeiten stabil mindestens 15-25% unter Standard liegt, bleiben Sie für aktives Trading bei Raw. Wenn der Unterschied höchstens 5% beträgt und die Volumina klein sind, ist Standard bequemer.

⚙️ So funktionieren Standard- und Raw/ECN-Konten

Zwei Modelle, zwei Arten zu zahlen. Auf Standard zahlen Sie mehr über den Spread (ohne separate Kommission), auf Raw weniger über den Spread, dafür mit klarer Volumengebühr. Unten kurz und auf den Punkt.

Standard-Konto (Markup)

Die gesamte Gebühr steckt im Spread: einfach für Einstieg und seltene Trades, aber der Spread ist breiter als auf ECN.

  • ✅ Bequem für Einsteiger: keine separate Kommission pro Trade.
  • ✅ Planbare Kosten bei ruhigem Trading und kleinen Volumina.
  • ❌ Breiterer Spread → höhere Gewinnschwelle, schwächer für Scalping.
  • ❌ Bei Nachrichten und in „dünnen“ Zeiten weiten sich Spreads stärker aus.

Raw/ECN-Konto

Enge Marktspreads + explizite Volumenkommission. Optimal für häufige Einstiege und aktive Strategien.

  • ✅ Enger Spread → präzisere Einstiege, kleineres „Loch“ beim Öffnen.
  • ✅ Transparenter Tarif: All-in lässt sich leicht berechnen und Broker lassen sich vergleichen.
  • ❌ Die Kommission fällt bei Mikro-Volumina und seltenen Trades ins Gewicht.
  • ❌ Erfordert mehr Disziplin und Ausführungsqualität.

⚖️ Vor- und Nachteile: Vergleich nebeneinander

✅ Vorteile Standard

  • Einfaches Kostenmodell: alles steckt im Spread.
  • Angenehm für Einstieg und Lernen.
  • Mikro-Volumina: Der Unterschied zu ECN ist in Dollar minimal.

❌ Nachteile Standard

  • Breiterer Spread → schlechter für Scalping und Intraday.
  • Ausweitungen bei Nachrichten treffen den Einstieg stärker.
  • Nahe Ziele und „dünne“ Rücksetzer sind schwerer zu handeln.

✅ Vorteile Raw/ECN

  • Minimale Spreads auf liquiden Paaren.
  • Transparenz: Die Kommission ist sichtbar und lässt sich leicht in Pips umrechnen.
  • Bei aktivem Markt oft bessere Ausführung.

❌ Nachteile Raw/ECN

  • Kommission ist bei seltenen und Mikro-Trades spürbar.
  • Manchmal höhere Anforderungen an Einzahlung oder Konditionen.
  • Man muss sich angewöhnen, All-in zu rechnen, statt „0 Pips“ hinterherzulaufen.

📘 Rechenbeispiele für All-in: 4 typische Szenarien

Alle Zahlen dienen dem Lernen. Setzen Sie Ihre realen Spreads und Kommissionen aus der Brokerspezifikation ein, um genaue Werte für Ihren Handel zu erhalten.

Szenario 1: Ein Intraday-Trade mit 1 Lot

Vergleich einmaliger Kosten auf Standard- und Raw-Konto bei einem typischen Volumen von 1.00 Lot.

  • Standard: ~1,2 Pips × $10 = $12.
  • Raw: ~0,3 Pips × $10 = $3 + Kommission $7 = $10.
Fazit: Raw spart etwa $2. Beim Scalping wird das sichtbarer, absolut bleibt der Unterschied aber moderat.

Szenario 2: Aktiver Monat: 100 Trades à 1 Lot

Wir simulieren einen aktiven Trader mit hundert Trades pro Monat in Standardgröße.

  • Standard: ~1,5 Pips × $10 = $15/Trade → ~$1500 im Monat.
  • Raw: ~0,5 Pips × $10 = $5 + Kommission $6 = $11/Trade → ~$1100 im Monat.
Fazit: Ersparnis etwa $400 (≈27%) zugunsten von Raw. Je mehr Trades, desto deutlicher der Vorteil.

Szenario 3: Swing-Trading: ~12 Trades à 1 Lot

Seltene Trades mit 1.00 Lot, Positionen werden mehrere Tage gehalten.

  • Standard: 12 × ~$15 = ~$180.
  • Raw: 12 × ~$11 = ~$132.
Fazit: Raw ist 20-30% günstiger, aber die absolute Ersparnis ist klein. Hier zählen Einfachheit und Gewohnheit stärker.

Szenario 4: Einsteiger mit Mikro-Volumina: 0,10 Lot, 10 Trades

Kleine Trades eines beginnenden Traders, 0.10 Lot auf beliebten Paaren.

  • Standard: 1,5 Pips × $1 = ~$1,50/Trade → ~$15 für 10 Trades.
  • Raw: 0,5 Pips × $1 = $0,50 + Kommission $0,60 = ~$1,10/Trade → ~$11 für 10 Trades.
Fazit: Der Unterschied liegt bei etwa $4 im Monat und wird fast neutralisiert. Für den Start ist Standard bequemer, später kann man zu Raw wechseln.

🧪 Zusätzliche Szenarien: Wann der Unterschied wesentlich wird

Szenario 5: Intraday mit 2 Lots, ein Trade

Wir prüfen, wie sichtbar die Ersparnis bei größerem Volumen (2.00 Lots) für einen Einstieg und Ausstieg wird.

  • Standard: 1,2 Pips × $20 = $24.
  • Raw: 0,2 Pips × $20 = $4 + Kommission $14 = $18.
Fazit: Raw ist um ~$6 pro Trade günstiger. Bei 20 Trades im Monat sind das ~$120 Ersparnis, also bereits spürbar.

Szenario 6: Mikro-Volumina 0,01 Lot, 50 Trades/Monat

Wir bewerten Kosten bei sehr kleinen Volumina: Mikro-Lot 0.01 und häufige Trades.

  • Standard: 1,2 Pips × $0,1 × 50 ≈ $6.
  • Raw: 0,2 Pips × $0,1 × 50 = $1 + Kommission $0,07 × 50 = $3,5 → insgesamt ~$4,5.
Fazit: Ersparnis ~$1,5 pro Monat: Kleingeld. Bei solchen Volumina sind Einfachheit und Komfort von Standard wichtiger.

⚡ Was mit dem Spread bei Nachrichten passiert

Fakt: Bei wichtigen Datenveröffentlichungen weiten sich Spreads auf allen Konten aus. Der Unterschied zwischen Kontotypen schrumpft, und Slippage wird wichtiger.

Situation Raw/ECN Standard Hinweis
Ruhiger Markt ~0,1-0,5 Pips + Kommission ~0,8-1,5 Pips ohne Kommission Raw ist fast immer all-in günstiger
Nachrichtenveröffentlichung kann auf 2-3+ Pips + Kommission steigen kann auf 4-6+ Pips steigen Der Raw-Vorteil bleibt, schmilzt aber; entscheidend ist die Ausführung
Dünne Liquidität nachts Spread steigt moderat Spread steigt stärker Raw bleibt meist besser, aber der Abstand wird kleiner

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein „Null-Spread“ auf ECN Sie vor Slippage schützt. Bei Impulsen entscheiden Risikomanagement und Stop-Puffer, nicht nur der Kontotyp.

📊 Übersichtstabelle: Wann welches Konto günstiger ist

🧠 Szenario 💸 Standard (all-in) 💸 Raw/ECN (all-in) 📝 Kommentar
Ein Intraday-Trade mit 1 Lot ~$12 ~$10 Raw etwas günstiger; bei engen Zielen spürbarer.
100 Trades/Monat, 1 Lot ~$1500 ~$1100 Ersparnis zugunsten von Raw ~25-30%+.
12 Trades/Monat, 1 Lot ~$180 ~$132 Raw ist günstiger, aber die absolute Differenz ist gering.
Mikro-Volumina: 0,10 Lot ~$15/10 Trades ~$11/10 Trades Es gibt Ersparnis, aber nur Kleingeld; Standard ist für den Start bequemer.

Kurz: Je aktiver und häufiger Sie handeln, desto logischer ist Raw/ECN. Je seltener und kleiner die Volumina, desto entspannter ist Standard.

So nutzen Sie die Tabelle: Setzen Sie Ihre durchschnittlichen Spreads und die Kommission aus der Brokerspezifikation ein, V nehmen Sie aus dem Orderfenster. Vergleichen Sie All-in je Zeile und wählen Sie den Kontotyp mit der kleineren Summe.

🧭 Algorithmus zur Kontowahl passend zu Ihrem Stil

  1. Bestimmen Sie Ihren Modus: Handelsfrequenz, durchschnittliches Volumen, Arbeitszeiten, Zielhebel und Ziele in Pips.
  2. Sammeln Sie realistische Spreads für Ihre Paare zu Ihren Zeiten, nicht die „minimalen“, sondern die typischen.
  3. Klären Sie die Raw/ECN-Kommission in $/Lot und ob sie per side oder round-turn angegeben ist.
  4. Berechnen Sie All-in für Ihre Szenarien: Spread in $ + Kommission. Vergleichen Sie mit Standard.
  5. Machen Sie 1-2 Wochen einen Demo-Test auf beiden Kontotypen und gleichen Sie die Berechnungen mit den echten Werten ab.
  6. Wählen Sie den Haupttreiber der Ersparnis: Wenn der Spread Ihr größter Schmerzpunkt ist, nehmen Sie Raw; wenn Einfachheit zählt, Standard.

Halten Sie beide Kontotypen. Für Scalping Raw/ECN, für seltene positionelle Einstiege oder Tests Standard. Der Wechsel je nach Aufgabe spart Geld und Nerven.

🧪 Checkliste zur Prüfung der Brokerkonditionen

Was Sie in der Spezifikation klären sollten

  • ✔️ Durchschnittlicher Spread auf Ihren Paaren zu Ihren Arbeitszeiten (nicht nur „ab“).
  • ✔️ Kommission auf Raw/ECN: $/Lot, per side oder round-turn, und ob es Volumenschwellen gibt.
  • ✔️ Swaps für das Halten von Positionen (long/short), besonders bei Übernachtpositionen.
  • ✔️ Ausführungspolitik: Requotes, Slippage, Liquidität bei Nachrichten.
  • ✔️ Mindestschritt für Order/Stop und Einschränkungen für Scalping/Algo-Trading.

Vergleichen Sie Konten nur nach All-in, also der Summe aus Spread in Geld und Kommission. Ein Null-Spread ohne Berücksichtigung der Kommission kann teurer sein als ein sauberer Standard-Spread.

🏦 So lesen Sie Konditionen beliebter Forex-Broker

Die Methode ist für alle gleich. Unten finden Sie Hinweise, worauf Sie in den Bereichen „Trading Conditions“ achten und wie Sie den effective spread auf Raw schnell überschlagen (Spread + Kommissionsäquivalent in Pips).

🏦
IC Markets / Pepperstone / Exness: bieten in der Regel sowohl Standard als auch Raw/ECN an. Prüfen Sie durchschnittliche Spreads für EUR/USD und Ihr „Arbeitspaar“, notieren Sie die Kommission in $/Lot round-turn und rechnen Sie sie für den „Raw-effektiven Spread“ in Pips um.
🏦
RoboForex / FXTM / XM: Orientieren Sie sich an denselben Schritten: typischer Spread (nicht Minimalspread), Kommission pro Lot und Swaps. Bei Mikro-Volumina ist der absolute Unterschied zwischen Kontotypen klein; wählen Sie Einfachheit.
🧮
Schnellrechnung: „Raw-effektiver Spread“ = durchschnittlicher Raw-Spread + (Kommission $ ÷ $/Pip ÷ Lots). Vergleichen Sie mit dem durchschnittlichen Standard-Spread und wählen Sie das kleinere All-in.

Hinweis: Wir nennen bewusst keine konkreten Zahlen, denn sie hängen von Zeit, Liquidität und Brokerpolitik ab. Nehmen Sie Werte aus der aktuellen Spezifikation und setzen Sie sie in die Formeln aus dem Abschnitt „🧮“ ein.

🧠 Häufige Irrtümer und wie Sie sie vermeiden

Fehler von Einsteigern

  • „0 Pips Spread“ = „0 Kosten“. Tatsächlich ergänzt die Kommission die „fehlenden“ Pips im Geldwert.
  • Vergleich nach „Minimalspread“. Vergleichen müssen Sie den Durchschnitt zu Ihren Zeiten und die Kommission einbeziehen.
  • Den Pip-Wert ignorieren. Je nach Paar und Volumen unterscheidet sich $/Pip; ohne diesen Wert ist der Vergleich falsch.
  • Eine Wahl „fürs ganze Leben“. Halten Sie zwei Kontotypen und nutzen Sie den passenden je nach Aufgabe; das ist normal.

Kernpunkt: Das einzige faire Kriterium ist All-in in $ für Ihren typischen Einstieg/Ausstieg. Alles andere ist zweitrangig.

🧩 Plattform, Kommission und Ausführung: Details, die All-in beeinflussen

Warum ist es bei einem Broker „teurer“ als bei einem anderen, obwohl die Zahlen ähnlich wirken? Es liegt an Details der Ausführung und des Tarifs.

  • Per side vs round-turn. Die Kommission kann „pro Seite“ (per side) oder für den vollständigen Hin- und Rückweg angegeben sein. Für einen fairen Vergleich rechnen Sie alles auf round-turn um.
  • Plattformkommission. Auf cTrader und MT4/MT5 kann die Kommission pro Lot bei gleichen Spreads leicht abweichen. Prüfen Sie den Tarif genau in Ihrer Plattform.
  • Orderausführung. ECN/NDD senkt die Wahrscheinlichkeit von Requotes, aber Slippage bleibt. Auf Standard sind bei scharfen Bewegungen Requotes möglich. Planen Sie einen Puffer im Risikomanagement ein.
  • Liquidität zu Ihren Zeiten. Wenn Sie nachts handeln, mitteln Sie Spreads für die asiatische Sitzung und nicht für den Tag: Die finalen All-in-Werte können sich verdoppeln.
  • Volumenrabatte. Bei einigen Brokern sinkt die Kommission stufenweise, wenn der Monatsumsatz wächst. Das verschiebt die Break-even-Schwelle zugunsten von Raw.
🚀 Wählen Sie einen Forex-Broker passend zu Ihrem Stil
Prüfen Sie durchschnittliche Spreads und Kommissionen, berechnen Sie All-in in 2 Minuten und handeln Sie bewusster.

❓ Fragen und Antworten (FAQ)

Was ist günstiger: ein Konto ohne Kommission oder eines mit Kommission?
Es gibt keine „universell günstigere“ Variante. Vergleichen Sie All-in: Spread in $ + Kommission. Für aktives Trading und Scalping gewinnt häufiger Raw; bei seltenen Trades und Mikro-Volumina ist der Unterschied minimal, sodass Standard wegen der Einfachheit sinnvoll sein kann.
Welches Konto sollte ein Einsteiger wählen?
Beginnen Sie mit Standard: Das Modell ist verständlicher, es gibt keine zusätzlichen Abbuchungen, und in Geld ist der Unterschied zu ECN bei Mikro-Volumina klein. Wenn Frequenz oder Volumen wachsen, eröffnen Sie Raw und wechseln je nach Aufgabe.
Wie schätzt man den „effektiven“ Spread auf Raw schnell?
Nehmen Sie den durchschnittlichen Raw-Spread + (Kommission $ ÷ $/Pip ÷ Lots). Das ergibt den „Raw-effektiven Spread“ in Pips. Vergleichen Sie ihn mit dem durchschnittlichen Standard-Spread und wählen Sie den kleineren.
Unterscheiden sich Swaps zwischen Standard und Raw?
In der Regel nein: Swaps hängen vom Paar und der Richtung (long/short) ab, nicht vom Kontotyp. Prüfen Sie die Instrumentspezifikation.
Was tun mit Spread-Ausweitungen bei Nachrichten?
Planen Sie das „schlechteste“ Szenario ein: Vergleichen Sie durchschnittliche Spreads getrennt für „ruhige“ Zeiten und Nachrichtenintervalle. Wenn Sie Nachrichten handeln, liefert Raw mit kontrollierter Kommission oft ein kleineres All-in, aber achten Sie auf Slippage.
Die Kommission ist „per side“ angegeben. Wie rechnet man um?
Multiplizieren Sie mit 2: round-turn = per side × 2. Verwenden Sie in der All-in-Berechnung genau round-turn, um die Kommission mit dem Spread in Geld zu addieren.
Meine Einzahlung ist nicht in USD. Wie berechne ich V ($/Pip)?
Ermitteln Sie zuerst den Pip-Wert in der Kurswährung (L × P), danach konvertieren Sie in die Kontowährung zum aktuellen Kurs. Einfacher ist der Blick auf den „Pip-Wert“ im Orderfenster der Plattform: Das Terminal berücksichtigt die Kontowährung automatisch.
Wie geht man mit Cross-Paaren um (zum Beispiel EUR/JPY)?
Für XXX/JPY verwenden Sie den Schritt 0.01: V(1 Lot) = (100.000 × 0.01) ÷ USDJPY (für ein USD-Konto). Für andere Crosses: V = (100.000 × 0.0001) × (Quote→USD). Bei jedem Volumen multiplizieren Sie mit der Lotgröße.
Ist es sinnvoll, den Kontotyp je nach Tageszeit zu wechseln?
Ja, einige Trader halten beide Typen: tagsüber (enger Spread) Raw, nachts oder für seltene Trades Standard. Wichtig ist aber, Kapital nicht übermäßig aufzuteilen und eventuelle Gebühren für Transfers zwischen Konten zu berücksichtigen.
Warum sind meine tatsächlichen Kosten höher als „laut Tabelle“?
Gründe: Sie haben mit dem Minimalspread statt dem Durchschnittsspread gerechnet; Sie handelten in „dünnen“ Zeiten; Sie waren von Spread-Ausweitungen bei Nachrichten betroffen; Sie haben Slippage nicht berücksichtigt oder Ihre Kommission ist per side angegeben. Rechnen Sie nach der Methode „🧪 So messen Sie Ihre realen Kosten“ neu und nutzen Sie den Median.

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